Geringwertige Wirtschaftsgüter

(GWG) sind abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten netto, d. h. vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, 410 EUR nicht übersteigen; bei Anschaffung derartiger Wirtschaftsgüter im Rahmen der einkommensteuerrechtlichen Gewinnermittlung nach dem 31. 12. 2007 sinkt dieser Betrag auf 150 EUR. GWG konnten im Jahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage voll als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgesetzt werden (Wahlrecht). Bei Anschaffung oder Herstellung nach dem 31. 12. 2007 müssen diese im Jahr der Anschaffung/Herstellung abgesetzt werden (Pflicht). Für die Überschusseinkünfte (z. B. nichtselbständige Arbeit) verbleibt es bei dem Betrag von 410 EUR (§ 9 I Nr. 7 S. 2 EStG). Bei Anschaffung/Herstellung vor dem 31. 12. 2007 waren die Wirtschaftsgüter in einem besonderen laufend zu führenden Verzeichnis festzuhalten (Tag der Anschaffung/Herstellung/Einlage und Angabe der Anschaffungs/Herstellungskosten bzw. Einlagewerte). Voraussetzung war, dass der Wert der Wirtschaftsgüter über 60 EUR lag und sich diese Angaben nicht bereits aus der Buchführung ergaben. Nach dem 31. 12. 2007 sind keine besonderen Aufzeichnungen mehr vorgesehen. Für Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. 12. 2008 angeschafft, hergestellt oder eingelegt werden und deren Anschaffungs-/Herstellungskosten mehr als 150 EUR bis max. 410 EUR betragen, gelten Sonderregeln. Sammelposten.






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