Malteserorden

(Johanniter-, Malteser-, Hospitaliter-, Rhodiser-Orden): Geistlicher Ritterorden, entstanden aus einem um die Mitte des 11. Jahrhunderts von Kaufleuten aus Amalfi gestifteten Spital in Jerusalem zur Pilgerbetreuung und Krankenpflege. Bis 1798 verfügte der Orden über ein Staatsgebiet (Malta). Er
residiert seit dem 19. Jahrhundert in Rom und widmet sich humanitär-karitativen Aufgaben. Bis 1798 genoss der Orden Völkerrechtspersönlichkeit. Als der Wiener Kongress 1815 Malta dem Orden nicht zurückgab, wurde der Orden als Völkerrechtssubjekt aus Traditionsgründen vornehmlich in den katholischen Ländern Südeuropas und Lateinamerikas weiter anerkannt. Er ist partikuläres Völkerrechtssubjekt mit partieller Völkerrechtssubjektivität.






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