Meeresverschmutzung

1.
Zur Verhütung der M. hat D sich u. a. in folgenden internationalen Verträgen verpflichtet:

a)
Das Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL) v. 2. 11. 1973 nebst Protokoll v. 17. 2. 1978 (Neufassung BGBl. 1996 II 399) mit Änd. verpflichtet die Vertragsstaaten aus aller Welt zu gemeinsamen Bemühungen gegen die im normalen Schiffsbetrieb und durch Tankerunfälle verursachte M. (dazu MARPOL-ZuwV i. d. F. vom 19. 2. 1989, BGBl. I 248).

b)
D ist ferner Vertragsstaat des Übereinkommens über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets (Helsinki-Übereinkommen) v. 9. 4. 1992 (BGBl. 1994 II 1355, 1397) sowie des Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordatlantiks v. 22. 9. 1992 (BGBl. 1994 II 1355, 1360). Beide Verträge verpflichten dazu, alle zur Verhütung und Beseitigung von M. in den Vertragsgebieten möglichen Maßnahmen zu ergreifen.

c)
Das Bonn-Übereinkommen v. 13. 9. 1983 (BGBl. 1990 II 70) m. Änd. regelt die Maßnahmen zur Bekämpfung der M. in der Nordsee durch Öl und andere Schadstoffe.

d)
Das Hohe-See-EinbringungsG v. 25. 8. 1998 (BGBl. I 2455) m. Änd. verbietet die Einbringung von Abfällen, Stoffen und Gegenständen mit Ausnahme von Baggergut und Urnen zur Bestattung auf See. Ebenfalls verboten ist die Verbrennung von Abfällen auf Hoher See. Das G setzt das Übereinkommen v. 29. 12. 1972 zur Verhütung der M. durch das Einbringen von Abfällen (BGBl. 1977 II 165) um.

e)
Das Übereinkommen v. 4. 6. 1974 zur Verhütung der M. vom Lande aus ist durch G vom 18. 9. 1981 (BGBl. II 870) ratifiziert worden.

f)
In Teil XII des Seerechtsübereinkommens finden sich weitere umfangreiche Regelungen zum Schutz der Meeresumwelt.

1.
S. a. Reinhaltung der Gewässer (2).






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