Salomonisches Urteil

Der israelitische König Salomo (Regierung 965-926 v.Chr.) hatte folgenden Fall zu entscheiden (Altes Testament 1. Könige 3, 16-28): Zwei Mütter, die in einem Hause wohnten, gebaren zur gleichen Zeit zwei Söhne. Das eine Kind starb nach kurzer Zeit. Die Mutter des lebenden Kindes behauptete, die andere Mutter habe heimlich das tote Kind mit dem ihrigen vertauscht und forderte es zurück. Salomo entschied, dass - weil Aussage gegen Aussage stand - das Kind mit dem Schwert geteilt und jeder Mutter eine Hälfte des Kindes gegeben werden solle. Als nun die eine Mutter den König anflehte, er möge der anderen das Kind lebendig geben, die andere jedoch auf der Teilung beharrte, wusste der König, dass jene die wahre Mutter war. - Aufgrund dieses Urteils nennt man ganz allgemein ein bes. weises Urteil salomonisch.






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