Haager Friedenskonferenzen

internationale Friedenskonferenzen in Den Haag auf Betreiben des russischen Zaren Nikolaus II. Die erste Konferenz von 1899 galt der Schaffung internationaler Regeln zur friedlichen Beilegung von Konflikten, der Begrenzung von Kriegen und der Sicherung des Friedens. Das Ergebnis waren drei Konventionen:
Die erste Konvention befasste sich mit der Schaffung einer Institution zur Beilegung internationaler Streitigkeiten. Die zweite und dritte Konvention galten der Regelung der Kriegsführung. Ergebnis der zweiten Konferenz von 1907 war vor allem die Haager Landkriegsordnung. Eine dritte Konferenz war für 1915 oder 1916 geplant, entfiel jedoch wegen des Ersten Weltkrieges.

Die Beschlüsse der H.F. von 1899 und 1907 haben ihren Niederschlag in den sog. Haager Konventionen gefunden, die der Schlichtung internationaler Streitigkeiten, einer den Geboten der Menschlichkeit entsprechenden Kriegführung und der Regelung privatrechtlicher Fragen dienen. S. insbes. Haager Landkriegsordnung.






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