Haager Landkriegsordnung

HLKO, von 1907, grundlegende Regelung des ‘Kriegsrechts (Kombattantenstatus, Kriegsgefangene, Beschränkung der zulässigen Kampfmittel, Besatzungsrecht); die
H. L. dürfte inzwischen Völkergewohnheitsrecht sein, sie wird durch die Genfer Konventionen ergänzt.
H.

(HLKO) ist das auf den Haager Friedenskonferenzen von 1899/1907 geschlossene Abkommen über die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs. Die HLKO regelt vor allem die erlaubten Kriegshandlungen, die Behandlung von Kriegsgefangenen und die Rechte der Besatzungsmächte. Sie gilt in der Gegenwart als Bestandteil des allgemeinen Völkerrechts. Lit.: Schircks, R., Die Martens’sche Klausel, 2001

, HLKO: auf den Haager Friedenskonferenzen von 1899 und 1907 erarbeitete Gesetze und Gebräuche des Landkriegs. Teilweise schriftliche Niederlegung des damaligen Völkergewohnheitsrechts. Der 1. Abschnitt (Kriegftihrende) definiert den „Kriegführenden” und regelt die Rechtsstellung des Kriegsgefangenen. Der 2. Abschnitt (Feindseligkeiten) verbietet die Anwendung bestimmter Mittel zur Schädigung des Feindes und regelt die Rechtsstellung der Spione sowie den Waffenstillstand. Der 3. Abschnitt (militärische Gewalt auf besetztem feindlichem Gebiet) gewährt der Bevölkerung des besetzten Gebietes einige Rechte.






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