Habeas-corpus-Akte

(lat. "du mögest deinen Leib haben"), engl. Gesetz aus dem Jahre 1679, das dem wegen Verdachts einer Straftat in Gewahrsam Genommenen das Recht gibt, unverzüglich dem Richter vorgeführt zu werden; dadurch wird die Kontrolle der Rechtmässigkeit der Ingewahrsamnahme gewährleistet.

Sie ist ein englisches Gesetz aus dem Jahre 1679, das den Bürgern Schutz vor willkürlicher Verhaftung gewährleistete; sie bestimmte, dass kein Untertan Englands ohne gerichtliche Untersuchung in Haft gehalten werden durfte. Sie bildete seither ein grundlegendes Freiheitsrecht des englischen und amerikanischen Verfassungslebens. Ihr Grundinhalt hat auch in allen modernen demokratischen Verfassungen Eingang gefunden (vgl. Art. 104 GG; Freiheitsentziehung).






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