Präsidialdemokratie

Staatsform, in der der Regierungschef (Präsident, Ministerpräsident) dem Parlament nicht verantwortlich ist. In der reinen Form wird der Regierungschef vom Volk gewählt (so in den USA), so dass er keine Parlamentsmehrheit braucht; der Begriff P. wird aber auch verwendet, wenn der Regierungschef vom Parlament zwar gewählt, aber nicht abgewählt werden kann. Gegensatz: Parlamentarismus.

ist die Form der Demokratie, in welcher der Staatspräsident die vollziehende Gewalt ausübt, vom Volk gewählt wird und dem Parlament nicht verantwortlich ist (z.B. USA, Frankreich).

ist eine Form der Demokratie, in der nach der Verfassung die vollziehende Gewalt bei einem Präsidenten liegt, der gegenüber dem Parlament eine stärkere Stellung besitzt als in einer parlamentarischen Demokratie (Präsidialverfassung). Er wird i. d. R. direkt vom Volk (nicht vom Parlament) gewählt und bedarf zu seiner Amtsführung nicht des Vertrauens des Parlaments. Eine typische Präsidialverfassung besteht in den USA: u. a. hat dort der Präsident ein Vetorecht gegen Gesetzentwürfe; er nimmt die Stellung des Ministerpräsidenten und die des Oberbefehlshabers der Streitkräfte ein.






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