Rückwärtsversicherung

Vor allem bei Lebens-, Kranken-und Unfallversicherungen nimmt man häufig eine Rückwärtsversicherung vor. Dabei wird in dem Versicherungsantrag und dem später ausgestellten Versicherungsschein ein Datum als Vertragsbeginn genannt, das vor dem Antragszeitpunkt liegt. Der Versicherte leistet eine Rückzahlung bis zu diesem Termin und kann dadurch seine monatlichen Beiträge mindern.

Diese Vorgehensweise ist von besonderer Wichtigkeit, wenn Wartezeiten bis zur Haftung der Versicherungsgesellschaft vorgesehen sind, etwa beim Rechtsschutz. Gleichermaßen ist die Möglichkeit der Rückwärtsversicherung von großem Nutzen, wenn für einen Versicherungsabschluss das Eintrittsalter eine Rolle spielt.

Siehe auch Versicherungsvertrag

eine Versicherung, die Schäden abdeckt, welche schon vor Vertragsabschluss entstanden sind, ohne dass der Versicherte von ihnen Kenntnis hatte.

ist eine besondere Form der Rückwirkung des Versicherungsschutzes in die Vergangenheit. Der Schaden kann dabei im Zeitpunkt des Abschlusses des Versicherungsvertrages bereits eingetreten sein, soweit als Voraussetzung des wirksamen Abschlusses einer Rückwärtsversicherung sowohl beim Versicherer als auch beim Versicherungsnehmer noch Ungewissheit darüber herrscht, ob sich das zu versichernde Risiko bereits verwirklicht hat. Häufiger Anwendungsbereich ist z. B. die Transportversicherung.

Versicherungsvertrag (2 b).






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