Syndikalismus

ist eine revolutionär-gewerkschaftliche Bewegung, die sich Ende des 19. Jh. bildete (Proudhon, Bakunin, Sorel). Sie richtete sich nicht nur gegen den Kapitalismus, sondern zugleich auch gegen die Übermacht des Staates. Der S. wollte die Freiheit der Arbeitnehmer durch Syndikalisierung der Produktionsmittel herbeiführen, d. h. mittels Verwaltung der Betriebe durch die Arbeitnehmer (die dadurch zu Produzenten werden) und über eine gesamtwirtschaftliche Planung durch gewerkschaftliche Organe. Träger der Syndikalisierung sollten die Gewerkschaften sein, in denen sich die Arbeitnehmer zur Lösung der überbetrieblichen Angelegenheiten zusammenschließen sollten. Die Verstaatlichung wird vom S. abgelehnt, da sie nur die Staatsmacht stärkt und die Abhängigkeit der Arbeitnehmer vom Kapital nicht beseitigt.






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