Hondtsches System

ist das von dem Belgier d’Hondt entwickelte Höchstzahl verfahren zur Berechnung der Sitzverteilung auf die Fraktionen in einem nach den Grundsätzen der Verhältniswahl (Wahlrecht) gewählten Parlament. Die für die Parteien abgegebenen Stimmen werden nacheinander durch die Zahl 1, 2, 3 usw. geteilt; die verfügbaren Mandate werden sodann in der Reihenfolge der jeweils höchsten Zahlen den konkurrierenden Parteien zugewiesen. Das d’H.S. begünstigt die grösseren Parteien. Kleinere Parteien räumen dem System Hare-Niemeyer den Vorzug ein, weil es eine Sitzverteilung ermöglicht, die den auf die einzelnen Listen entfallenden Stimmen exakter entspricht. Nach diesem Verfahren, das nunmehr bei Bundestagswahlen anstelle des früher massgeblichen d’H. S. auf die Verteilung der Mandate nach Landeslisten Anwendung findet, wird die Gesamtzahl der Sitze mit der Stimmenzahl der einzelnen Partei multipliziert und durch die
Gesamtzahl der Stimmen aller Parteien dividiert; daraus ergibt sich die Zahl der auf die Partei entfallenden Mandate.






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