Radbruch'sche Formel

Radbruch prägte unter dem Eindruck der NS-Verbrechen 1946 die nach ihm benannte R. F., dass das positive Recht (s.a. Rechtspositivismus) dann als Unrecht anzusehen ist, wenn der Widerspruch des Gesetzes zur Gerechtigkeit ein so unerträgliches Maß erreicht hat, dass das Gesetz der Gerechtigkeit weichen muss. Sie hat angesichts der in der DDR begangenen SED-Unrechtstaten (insbes. Todesschüsse an der Mauer, Schießbefehl, Rechtsbeugung) wieder Bedeutung erlangt (DDR-Straftaten).






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