Vergabe- und Vertragsordnung

(früher Verdingungsordnung) für Bauleistungen (VOB) ist die Verwaltungsvorschrift über die bei der Vergabe öffentlicher Leistungsaufträge geltenden Grundsätze, deren innerdienstliche Verbindlichkeit eine unmittelbare Rechtswirkung nach außen nicht begründet (seit 26. 11. 1993 teilweise Gesetz, 2. 5. 2002 vom Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss in neuer Fassung beschlossen). Die V. enthält u. a. (Teil A allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen, Teil B) Geschäftsbedingungen, die ähnlich wie allgemeine Geschäftsbedingungen behandelt werden, für die Abwicklung der Leistung. Obwohl sie nur für Bund und Länder unmittelbar gilt, wirkt die V. vielfach wie eine Verkehrssitte und begründet mittelbar Rechtswirkungen (z. B. Ansprüche aus Verschulden bei Vertragsschluss). Lit.: VOB/HOAI, hg. v. Werner, U./Pastor, W., 24. A. 2007; Ingenstau, H./Korbion, VOB-Kommentar, 16. A. 2007; Handkommentar zur VOB, hg. v. Heiermann, W./Riedl, R./Rusam, M. u. a., ll.A. 2007; Kuß, H., Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, 4. A. 2003; Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teile A und B, hg. v. Kapellmann, K./Messerschmidt, B., 2. A. 2007; Völlink/Kehrberg, VOB, 2004, 2. A. 2007; Beck’scher VOB-Kommentar, Teil B, hg. v. Ganten/Jagenburg/Motzke, 2. A. 2006; Markus, /., Die neue VOB/B 2006, NJW 2007, 545






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