Werbeangaben

(Haftung für -). Nach BGHZ 83, 222 haftet für unrichtige oder irreführende W. bei Vertragsabschluss nicht nur der Vertragspartner (aus Gewährleistung; s. a. Anfechtung von Willenserklärungen). Vielmehr haftet - unabhängig hiervon (ggf. daneben) - auch der Werbende (Handelnde), z. B. der Anlagenvermittler, für die Vollständigkeit und Richtigkeit von W. nach den Grundsätzen des Verschuldens beim Vertragsschluss. Für lediglich unrichtige W. in einem Werbeprospekt o. ä. (sog. Prospekthaftung; zur Abgrenzung vgl. BGH NJW 1984, 2523 f.) ist die Verjährung auf 6 Monate beschränkt. Für Wertpapiere s. §§ 45 ff. BörsenG, § 13 VerkaufsprospektG i. d. F. v. 9. 9. 1998 (BGBl. I 2701) sowie WertpapierprospektG v. 22. 6. 2005 (BGBl. I 1698), jeweils m. Änd.






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