Witwen-/Witwerrente

Im Sozialrecht :

In der gesetzlichen Unfallversicherung haben Witwen/Witwer und Lebenspartner eines gesetzlich Unfallversicherten, der infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit verstorben ist, Anspruch auf Witwen-/Witwerrente (§ 63 Abs. 1 S. 2 SGB VII). Witwen-/Witwerrente erhalten ferner die Hinterbliebenen eines zu 50 v.H. oder mehr an einer Berufskrankheit nach den Nummern 4101 bis 4104 der Berufskrankheiten-VO erkrankten Verstorbenen (§63 Abs. 2 S. 1 SGB VII) oder im Zusammenhang mit einer versicherten Tätigkeit Verschollenen (§63 Abs. 4 SGB VII). Kein An- SDruch auf Witwen-/Witwerrente besteht bei einer soe. Versorgungsehe (§ 65 Abs. 6 SGB VII). Der Anspruch auf Witwen-/Witwerrente endet mit der Wiederheirat des Berechtigten (Wiederaufleben der Rente). Die Witwen-/Witwerrente beträgt bis zum Ablauf des dritten Kalendermonats nach Ablauf des Todesmonats 2/3 des Jahresarbeitsverdienstes des Verstorbenen (§65 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII). Nach Ablauf des dritten Kalendermonats verringert sich die Witwen-/Witwerrente regelmässig auf 30% des Jahresverdienstes des Versicherten (§ 65 Abs. 2 Nr. 3 SGB VII). 40 % des Jahresarbeitsverdienstes des Versicherten beträgt die Witwen-/Witwerrente, wenn der hinterbliebene Ehegatte ein waisenrentenberechtigtes Kind erzieht oder ein Kind mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung versorgt, das wegen Vollendung des

27. Lebensjahres keinen Anspruch auf Waisenrente mehr hat (§ 65 Abs. 2 Nr. 3 a SGB VII). 40 % des früheren Jahresarbeitsverdienstes beträgt die Rente ferner, wenn der hinterbliebene Ehegatte das 45. Lebensjahr vollendet hat (§ 65 Abs. 2 Nr. 3 b SGB VII) bzw. berufs- oder erwerbsunfähig i.S.d. gesetzlichen Rentenversicherung ist (§ 65 Abs. 2 Nr. 3 c SGB VII). Auf die Witwen-/Witwerrente wird Einkommen des Witwers oder der Witwe angerechnet (§ 65 Abs. 4 SGB VII, Einkommensanrechnung). Abfindung von Sozialleistungen. In der gesetzlichen Rentenversicherung haben Witwen oder Witwer, die nicht wieder geheiratet haben, nach dem Tod ihres rentenversicherten Ehegatten Anspruch auf eine kleine Witwen-/ Witwerrente, wenn der Ehegatte die allgemeine Wartezeit erfüllt hat (§46 Abs. 1 SGB VI). Anspruch auf grosse Witwen-/Witwerrente haben Witwen/Witwer eines Rentenversicherten, wenn sie ein eigenes Kind oder ein Kind des versicherten Ehegatten, das das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erziehen, das 45. Lebensjahr vollendet haben oder erwerbsgemindert sind (§ 46 Abs. 2 SGB VI). Die Altersgrenze für die grosse Witwen-/Witwerrente wird ab dem Jahr 2012 stufenweise auf 47 heraufgesetzt (§§46, 242a SGB VI). Auch im Recht der sozialen Entschädigung werden Hinterbliebenenbeihilfen erbracht.






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