Hinterbliebenenrente

Stirbt ein Renten- und Unfallversicherter infolge eines Arbeitsunfalles oder an einer Berufskrankheit, so zahlen die Berufsgenossenschaften Hinterbliebenenrente und Sterbegeld. Sie übernehmen ebenso die Kosten der Überführung an den Bestattungsort und gewähren unter bestimmten Bedingungen Beihilfen. Eine Berufskrankheit wird als Todesursache anerkannt, wenn dieses Leiden in der Berufskrankheiten-Verordnung aufgeführt ist und man bei der betreffenden Person bereits vor ihrem Ableben eine Minderung der Erwerbsfähigkeit um 50 % festgestellt hatte.

Der Ehepartner des verstorbenen Versicherten erhält nach den Vorschriften der gesetzlichen Rentenversicherung eine Witwen- bzw. Witwerrente, solange er nicht wieder geheiratet hat, die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt ist, das 45. Lebensjahr vollendet wurde oder er erwerbs- oder berufsunfähig ist. Bis zum Ablauf des dritten Kalendermonats nach dem Todesfall entspricht die Höhe dieser Rente der Regelaltersrente oder Erwerbsunfähigkeitsrente. Anschließend beträgt der Rentenartfaktor der großen Witwer- oder Witwenrente 0,6, der Faktor der kleinen Witwer- oder Witwenrente 0,25. Die große Rente wird bezahlt, wenn der Hinterbliebene ein waisenrentenberechtigtes Kind unter 18 Jahren oder ein behindertes Kind erzieht.

§§46 SGB VI, 63 ff. SGB VII

die Witwen- oder Waisenrente aus der Sozialversicherung oder der Kriegsopferversorgung.

Rentenversicherung; Witwenrente.

Im Sozialrecht:

Zu den Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung gehört u.a. die Hinterbliebenenrente an Witwen bzw. Witwer (Witwen-/ Witwerrente), frühere Ehegatten (Geschiedenenwitwen-/-wit- werrenten), Waisen und Halbwaisen (Waisenrente) und Eltern (Elternrente) (§§63ff. SGB VII). Die Höhe der Renten ist vom früheren Jahresarbeitsverdienst des Verunfallten abhängig (Jahresarbeitsverdienst). In der gesetzlichen Rentenversicherung werden folgende Hinterbliebenenrenten gewährt: Witwen-/Witwer-, die Geschiedenenwitwen-/-witwerrenten, die Erziehungsrenten, die Waisenrente und Rente wegen Verschollenheit (§§46ff. SGB VI). In der sozialen Entschädigung wird als Witwen-/Witwerrente, Waisenrente sowie Eltern(Aszendenten)- rente geleistet. Hinterbliebenenbeihilfe

Leistungen im Wesentlichen an Witwen, Witwer und Waisen. In der gesetzlichen Rentenversicherung werden die Leistungen als Renten wegen Todes an den verwitweten Ehegatten, § 46 SGB VI, als Erziehungsrente, § 47 SGB VI und als Waisenrente gem. § 48 SGB VI im Einzelnen geregelt. Zudem gibt es in den Sonderfällen der Verschollenheit bei bloß mutmaßlichem Todeseintritt die Rente wegen Todes bei Verschollenheit nach § 49 SGB VI. Vergleichbare Leistungen für hinterbliebene Ehegatten und Waisen sind in der gesetzlichen Unfallversicherung im Einzelnen in §§ 63 ff. SGB VII sowie im sozialen Entschädigungsrecht geregelt.






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