Abstraktionsprinzip

Verpflichtungs- und Erfüllungsgeschäft sind in ihrem Bestand voneina-der grundsätzlich unabhängig. Das Erfüllungsgesnäft (z.B. Übereignung) ist trotz eines Mangels Verpflichtungsgeschäfts (z. B. Kauf) wirksam. Rückabwicklung erfolgt gegebenenfalls über ungerechtfertigte Bereicherung, insbesondere § 812 11 BGB. Das dingliche Rechtsgeschäft bedarf keiner kausalen Zweckbestimmung (inhaltliche Abstraktion) und ist in seiner Wirksamkeit von der des Verpflichtungsgeschäfts unabhängig (äußerliche Abstraktion). Voraussetzung für das A. ist zunächst das Trennungsprinzip. Das A. ist eine der Besonderheiten des deutschen Privatrechts, die es von anderen europäischen Rechtsordnungen (z.B. Frankreich, Spanien, Österreich, Schweiz) unterscheidet.






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