Hexenprozess

kirchlich-weltliches Strafverfahren gegen Hexen und Zauberer, bes. im Mittelalter vom 14. Jh. bis zur Aufklärung weit verbreitet. Schon die Rechte des antiken Altertums, ebenso die germanischen Volksrechte verfolgten Zauberei, Wahrsagerei und Vampirglauben. Die Kirche bestrafte Hexerei anfangs relativ milde. Erst seit dem 14. Jh. wurde sie als Ketzerei behandelt und für sie weltliche Strafen gefordert. Sowohl die päpstliche Inquisition als auch die Reformatoren (z. B. Luther) betrieben die H.e in systematischer Form. Daneben verfolgten auch die weltlichen Gerichte die Hexerei. Insbes. im 16. Jh. kam es dann zu grossangelegten Hexenverfolgungen mit zahllosen Hinrichtungen (Scheiterhaufen). Erst im 18. Jh. liessen die H.e allmählich nach.

ist der Hexen betreffende Strafprozess. Lit.: Merzbacher, F., Die Hexenprozesse in Franken, 2. A. 1970; Wilde, M., Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, 2003






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