Gewalt, Gewaltdelikte

Im Strafrecht ist Gewalt vielfach Tatbestandsmerkmal einer Straftat, z. B. Widerstand gegen die Staatsgewalt, Vergewaltigung, Menschenraub, Verschleppung, Raub. Die Gewaltanwendung kann derart sein, dass sie den Gezwungenen überwältigt, d. h. seinen Willen völlig ausschaltet (vis absoluta), so bei Entführen in einem Kfz oder Vergewaltigung einer Frau; darunter fällt auch die Anwendung narkotischer Mittel oder der Hypnose ohne Wissen und Wollen des Betroffenen. Sie kann aber auch den Betroffenen durch eine u. U. nur mittelbare Beeinflussung zu dem vom Täter gewollten Verhalten treiben (vis compulsiva), so durch Einsperren zwecks Nötigung oder durch Bedrohen von Angehörigen mit einer Waffe bei räuberischer Erpressung. Zum Problem der Gewalt bei Sitzblockaden Nötigung.






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