Hochschule

staatliche oder staatlich anerkannte Bildungseinrichtung, die zugleich eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. H. sind vor allem die wissenschaftlichen H. (Universitäten sowie ihnen gleichgestellte, fachlich beschränkte H., wie z.B. Technische H., Pädagogische H.) sowie Fach-H. und Kunst-H. (nicht jedoch Volks-H.). H. haben ein Selbstverwaltungsrecht, wobei sie der Aufsicht des Landes unterstehen. Organe der gesamten H. sind ein gewählter hauptberuflicher Leiter (meist als Präsident bezeichnet) oder ein gewähltes Leitungsgremium sowie ein zentrales Kollegialorgan (z.B. Senat). Die organisatorische Grundeinheit der H. ist der Fachbereich (früher weitgehend gleichbedeutend mit Fakultät); Organe sind hier der Fachbereichsrat und der Dekan.

Im Arbeitsrecht:

Mit wissenschaftl. Personal von Hochschulen können nach § 57a HRG befristete Arbeitsverhältnisse geschlossen werden. Im übrigen steht das Lehrpersonal zumeist in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis (AP 42 zu § 611 BGB Lehrer, Dozenten NZA 85, 250; AP 43 -= NZA 85, 250). Plander ZTR 88, 365.

(§ 58 HRG) ist (in der Regel) die Körperschaft des öffentlichen Rechts, deren Aufgaben in Forschung und Lehre bestehen. Sie untersteht hinsichtlich des Lehrbetriebs und des Lehr- ergebnisses der Aufsicht der Länder, wobei für staatliche Angelegenheiten Fachaufsicht, für Selbstverwaltungsangelegenheiten Rechtsaufsicht Platz greift (§ 59 HRG). Sie hat hinsichtlich der Organisation der Forschung und der Lehre das Selbstverwaltungsrecht (Zusammensetzung des Lehrkörpers, Anstellung von wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Dienstkräften, Festlegung der Lehrveranstaltungen, Abhaltung von Universitätsprüfungen). Hochschulen sind die Universitäten und andere Hochschulen (§ 1 HRG, z.B. Fachhochschule). Ihre Organe sind für die Gesamtheit Präsident (Rektor), Konzil und Senat sowie für die Fachgebiete die Organe der Fakultät (Fachbereich). Das Recht der Hochschulen ist im Hochschulrahmengesetz (26. 1. 1976) geregelt. (In Deutschland gab es 2003 329 staatliche oder staatlich anerkannte Hochschulen mit mehr als 9300 Studienmöglichkeiten.) Lit.: Hochschulrecht, hg.v. Hartmer, M. u.a., 2004






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