Hochschulen

Universitäten

1.
H. sind Einrichtungen des Bildungswesens, denen das Hochschulrahmengesetz (HRG) und das Hochschulrecht der Länder (in erster Linie also die Hochschulgesetze) diese Stellung einräumen.
H. sind Universitäten (Wissenschaftliche H.), Pädagogische H., Kunsthochschulen und Fachhochschulen. Die H. sind i. d. R. staatlich. Doch können unter bestimmten Voraussetzungen (vgl. § 70 HRG) auch sonstige Einrichtungen des Bildungswesens nach näherer Bestimmung des Landesrechts die Eigenschaft einer staatlich anerkannten H. erhalten, z. B. kirchliche H. (Theologische H.), deren Träger die Kirchen sind, oder private Hochschulen; auch „verwaltungsinterne“ Bildungseinrichtungen wie Bundeswehrhochschulen, die Notarschule des Landes Baden-Württemberg oder Beamtenfachhochschulen sind H. im Sinne des Gesetzes.

2.
Aufgaben, Stellung und innere Organisation der H. sind bislang in den allg. Grundsätzen durch das HRG und das Landesrecht geregelt. Nach § 2 HRG dienen die H. der Pflege und der Entwicklung der Wissenschaften und der Künste durch Forschung, Lehre und Studium. Sie bereiten auf berufliche Tätigkeiten vor, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und wissenschaftlicher Methoden oder die Fähigkeit zu künstlerischer Gestaltung erfordern. Die H. sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und zugleich staatliche Einrichtungen. Sie haben das Recht der Selbstverwaltung im Rahmen der Gesetze. Das Land übt die Rechtsaufsicht aus. Mitglieder der H. sind die hauptberuflich (z. T. auch nebenberuflich, z. B. Honorarprofessoren) an der H. Tätigen und die eingeschriebenen Studenten. Die Binnenorganisationen der H. regelt bereits seit der Aufhebung der entsprechenden Vorschriften durch das 4. G zur Änderung des HRG das Landesrecht. Die Leitung erfolgt durch einen Rektor oder Präsident. Nach der Föderalismusreform I unterfällt nur noch das Recht der Hochschulzulassung und der Hochschulabschlüsse der konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes; nach Art. 72 III GG können die Länder überdies auch bezüglich Hochschulzulassung und Hochschulabschlüssen abweichende Regelungen treffen. Bis zum Erlass neuer Vorschriften bleiben die bisherigen Vorschriften in Kraft.

3.
Die allgemeine Hochschulreife berechtigt zum Zugang zu allen H., die Fachhochschulreife nicht zum Besuch einer Universität (wissenschaftlichen Hochschule).






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