Gewerblicher Grundstückshandel

Der Verkauf von Grundstücken des Privatvermögens Privatvermögens außerhalb der Spekulationsfrist (Spekulationsgewinn) ist nicht steuerpflichtig. Die Verkaufstätigkeiten können aber einen Umfang und eine Intensität annehmen, dass sie in die Gewerblichkeit hineinwachsen (Gewerbebetrieb), mit der Folge, dass die Veräußerungsgewinne der Einkommensteuer und der Gewerbesteuer unterliegen. Nach der Rechtsprechung kann g. G. vorliegen, wenn ein Stpfl. mehr als drei Objekte (z. B. Einfamilienhaus, Grundstücksparzelle, aber auch Miteigentumsanteil) innerhalb von fünf Jahren nach der Anschaffung oder Herstellung verkauft. Ein g. G. kann auch gegeben sein, wenn ein Objekt gekauft, aufgeteilt und davon mindestens drei Teilobjekte innerhalb von fünf Jahren nach der Anschaffung wieder verkauft werden. Aber auch bei weniger als drei Objekten kann auf eine gewerbliche Tätigkeit geschlossen werden. Dies gilt insbes., wenn ein im zeitlichen Zusammenhang mit der Bebauung und Veräußerung erworbenes Grundstück schon vor der Bebauung verkauft worden ist oder wenn ein solches Grundstück von vornherein auf Rechnung oder nach Wünschen des Erwerbers bebaut wird (BFH-Beschluss v. 10. 12. 2001 GrS 1/98, BFHE 197, 240, BStBl. II 2002, 291).






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