Werkstatt für Behinderte

Einrichtung für behinderte Menschen zur Durchführung der beruflichen Rehabilitation und zur Eingliederung in das Arbeitsleben. Die Vorschriften für Werkstätten für Behinderte sind in den §§ 136-144 SGB IX ab 1. 7. 2001 neu gefasst worden. Im Übrigen greifen die Regelungen in einer gesonderten Ausführungsverordnung (Werkstättenverordnung 1992, BGBl. 19921, 2013) ein. Ziel der WfB ist die Entwicklung der Leistungsfähigkeit sowie die Erzielung eines dem Leistungsvermögen angemessenen Arbeitsentgelts. Grundsätzlich besteht ein Aufnahmeanspruch für Behinderte (Schwerbehinderte oder Gleichgestellte, § 137 SGB IX), soweit wenigstens ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbracht werden kann (vgl. § 136 Abs. 2 SGB IX). Die Behinderten werden als Arbeitnehmer oder arbeitnehmerähnliche Versicherte geführt, soweit sie im Arbeitsbereich tätig sind. Darüber hinaus wird die Eignung zu beruflicher Tätigkeit im Trainingsbereich gefördert. Die öffentliche Hand (Fiskus) ist gehalten, geeignete Aufträge bevorzugt an Werkstätten für Behinderte zu vergeben (§ 141 SGB IX). Über die Anerkennung einer Einrichtung als WfB entscheidet die Bundesagentur für Arbeit im Einvernehmen mit dem überörtlichen Träger der Sozialhilfe (§ 142 SGB IX).






Vorheriger Fachbegriff: Werkstarifvertrag | Nächster Fachbegriff: Werkstatt für behinderte Menschen


Status der Seite: Auf aktuellem Stand. Nach Überprüfung freigegeben.

 


 

Copyright 2014 Rechtslexikon.net - All rights reserved. Impressum Datenschutzbestimmungen Nutzungsbestimmungen